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Gemeinsam lebenswertes Wohnen in Quartieren gestalten.

Durch die Quartiersentwicklung der GWH und ihr gesellschaftliches Engagement wird das soziale Miteinander in Großquartieren und Nachbarschaften aktiv gestaltet. Ziel ist es, Wohnräume zu entwickeln, die soziale Teilhabe ermöglichen und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet sind.

Die Quartiersentwicklung bei der GWH ist ein zentrales strategisches Instrument zur Gestaltung lebenswerter Wohnquartiere und lebendiger Nachbarschaften. Neben sozialen Aspekten rücken zunehmend auch ökologische und infrastrukturelle Fragestellungen in den Fokus – insbesondere im Hinblick auf Klimaschutz, Flächennutzung und Wohnumfeldgestaltung.

Im November 2025 wurde die GWH Quartiersentwicklung organisatorisch neu aufgestellt, um die Entwicklung der rund 20 GWH Großquartiere übergreifend und strategischer zu steuern. Maßnahmen können dadurch besser geplant, abgestimmt und an klaren Kriterien ausgerichtet werden.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Struktur liegt in der Entwicklung übertragbarer Konzepte, die in mehreren Quartieren Anwendung finden. Gleichzeitig ermöglicht die zentrale Steuerung eine effizientere Mittelverteilung sowie eine stärkere Fokussierung auf Maßnahmen mit hohem Mehrwert für die Mieterinnen und Mieter.

Für die Quartiersentwicklung standen im Jahr 2025 rund 3,3 Mio. Euro für investive Maßnahmen zur Verfügung.

Kind mit orangefarbenem Kürbis-Kostüm, lila Jacke und Schutzbrille läuft auf einem Weg neben einem mit Laub bedeckten Holzzaun

Zwei Männer in Jacken stehen neben einem braunen Metallpfeiler mit der Aufschrift 'GWH Quartiersbüro 90' vor einem roten Backsteingebäude

Die GWH entwickelt ihre Quartiere ganzheitlich weiter, um Lebensqualität, Umweltaspekte und soziale Strukturen gleichermaßen zu stärken. Im Fokus stehen insbesondere die Gestaltung des Wohnumfelds, die Weiterentwicklung sozialer Infrastrukturen sowie die Förderung von Biodiversität und klimaangepassten Strukturen.

Maßnahmen im Bereich Landschaftsbau erhöhen die Aufenthaltsqualität, während Beleuchtungs- und Wegekonzepte zur Verbesserung von Sicherheit und Orientierung beitragen. Ergänzend setzt die GWH auf Beratungs- und Beteiligungsangebote, um Mieterinnen und Mieter aktiv in die Quartiersentwicklung einzubinden. Innovative Ansätze wie Urban Gardening werden gezielt entwickelt und auf weitere Quartiere übertragen.

Gruppe von Menschen in herbstlicher Umgebung, einige tragen Jacken mit dem Schriftzug 'Landau', umgeben von großen grünen Blättern und Holzpfosten.

Im Jahr 2025 wurden zahlreiche Maßnahmen initiiert oder weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem die Neugestaltung von Spiel- und Freiflächen, Projekte zur Förderung der Biodiversität sowie neue Beleuchtungskonzepte zur Reduzierung von Angsträumen.

Ein Beispiel ist ein Urban-Gardening-Projekt im Quartier „Römerquelle“ in Mainz-Finthen. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner „Ackerpause“ wurden dort nutzbare Grünflächen mit Hochbeeten, Ackerbereichen und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen. Workshops und Beteiligungsformate fördern die aktive Einbindung der Mieterinnen und Mieter und stärken das gemeinschaftliche Engagement im Quartier.
 

Mehrere Personen pflanzen Blumen und Pflanzen in einem Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten in einem Wohngebiet
Mann mit blauer Mütze und grauer Jacke bindet grüne Äste an eine Holzkonstruktion im Freien

Mehr Natur im Quartier

Mit einem mehrjährigen Biodiversitätskonzept entwickelt die GWH die Ringstraßensiedlung in Raunheim gezielt weiter. Ziel ist es, die bestehenden Grünflächen ökologisch aufzuwerten und besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Auf Basis umfassender Analysen wurden Maßnahmen wie klimaangepasste Baumpflanzungen, Blühflächen, Fassadenbegrünungen und Nutzgärten umgesetzt. Dadurch entstehen zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie eine verbesserte Aufenthaltsqualität für die rund 4.500 Bewohnerinnen und Bewohner.

Ein zentraler Bestandteil ist die aktive Einbindung der Mieterschaft. In Workshops und Mitmachaktionen können Ideen eingebracht und das Quartier gemeinsam gestaltet werden. Erste Maßnahmen, wie die Anlage einer Benjeshecke und die Pflanzung von Obstbäumen, wurden bereits gemeinsam umgesetzt.

Mit der Neugestaltung des Quartierseingangs am Ben-Gurion-Ring in Frankfurt hat die GWH 2025 einen weiteren wichtigen Impuls für die Quartiersentwicklung gesetzt. Auf einer zuvor stark versiegelten Fläche entstand ein begrünter, barrierearmer Freiraum mit vielfältigen Aufenthalts- und Nutzungsmöglichkeiten.

Neben Sitzgelegenheiten sowie Spiel- und Bewegungsflächen wurden gezielt ökologische Elemente integriert. Gleichzeitig stärkt eine Mobilitätsstation mit Fahrradabstellmöglichkeiten, Reparaturangeboten, Carsharing-Stellplätzen und Paketstation eine emissionsärmere Mobilität im Quartier.

Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt am Main und unter aktiver Beteiligung der Mieterinnen und Mieter, deren Anregungen in die Gestaltung eingeflossen sind.

Menschen stehen und sitzen in einem begrünten Innenhof mit jungen Bäumen vor einem mehrstöckigen Wohngebäude, daneben ein Fahnenbanner mit dem Schriftzug 'GWH RÄUME ZUM LEBEN'

Soziale Teilhabe ist ein zentraler Bestandteil der Quartiersentwicklung. Die GWH initiiert und unterstützt daher gezielt Angebote, die Begegnungen ermöglichen und den Zusammenhalt fördern.

Ein Beispiel ist ein gemeinsamer Ausflug für Bewohnerinnen und Bewohner einer Seniorenwohnanlage im Wiesbadener Schelmengraben. Rund 50 Seniorinnen und Senioren nahmen an einer Stadtrundfahrt teil, die Raum für Austausch und gemeinschaftliche Erlebnisse bot.

Mehrere ältere Menschen sitzen und stehen an Tischen im Freien vor einem Wohngebäude und unterhalten sich

Gesellschaftliches Engagement ist ein fester Bestandteil des Selbstverständnisses der GWH. Über das Kerngeschäft hinaus setzt sich das Unternehmen aktiv für soziale Teilhabe und bessere Lebensbedingungen ein – sowohl in Deutschland als auch international.

Mit der Initiative „Housing! for Future“ engagiert sich die GWH seit 2019 in Namibia für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und langfristigen Lebensperspektiven. Neben dem Bau von Häusern umfasst das Projekt auch die Förderung von Beschäftigung, Qualifizierung und den Aufbau lokaler Strukturen der Wohnungswirtschaft.

Bislang wurden 25 Häuser fertiggestellt, langfristig sind bis zu 100 geplant.

Reihe moderner, eingeschossiger Wohnhäuser mit Flachdächern hinter einem Zaun und vor hohem Gras an einer Straße

Mit dem Projekt „Housing First“ unterstützt die GWH seit 2021 obdachlose Menschen in Deutschland. Der Ansatz stellt Wohnraum an den Anfang des Integrationsprozesses und kombiniert diesen mit sozialer Betreuung.

Im Jahr 2025 wurde die 50. Wohnung übergeben – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt, das bereits vielen Menschen neue Perspektiven eröffnet hat.

Mit ihrem Engagement bringt sich die GWH auch aktiv in den fachlichen Diskurs ein. Auf der New Bauhaus Visionale in Weimar wurden zentrale Fragen zur Zukunft des Wohnens diskutiert und Erfahrungen aus der Praxis eingebracht. Die Veranstaltung dient als Plattform für Austausch, neue Perspektiven und Kooperationen.

Person mit Mikrofon sitzt auf Bühne vor Publikum in einem dunklen Raum