
Zukunftsorientierte Unternehmensführung
Mit einer klaren strategischen Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und langfristige Investitionen gestaltet die GWH aktiv ihre internen Prozesse und Strukturen sowie die Rahmenbedingungen der Branche. So trägt die GWH dazu bei, eine zukunftsfähige Ausrichtung der Wohnungswirtschaft mitzuentwickeln.
Verlässliche Organisation und Steuerung von Nachhaltigkeit
Als Wohnungsunternehmen mit einem kapitalintensiven Geschäftsmodell und vielfältigen Anspruchsgruppen ist die GWH zunehmend mit ESG-bezogenen Anforderungen konfrontiert. Eine erfolgreiche Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit kann dabei nur im Zusammenspiel mit anderen Akteuren gelingen – durch Kooperation, gemeinsamen Austausch und ein geteiltes Verständnis von Verantwortung.
Eine verlässliche Organisation und Steuerung von Nachhaltigkeit ist daher ein integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg und nachhaltige Entwicklung miteinander zu verbinden und aktiv zur Transformation der Immobilienbranche beizutragen.
Im Fokus der Unternehmensführung stehen dabei insbesondere:
- Profitabilität
- Nachhaltige Geschäftsmodelle und Unternehmensstrategien
- Kostenmanagement
- Digitale Produkte und Prozesse
- Kontroll- und Risikomanagement
- Stetiges Sozialmanagement

Fortschritt sichtbar machen

Weichenstellung durch Innovation und Digitalisierung
Die GWH treibt Innovation und Digitalisierung gezielt voran, um Prozesse effizienter zu gestalten und Lösungen zur Reduktion von Energieverbräuchen und zur Optimierung von Betriebsabläufen zu entwickeln. Dafür wurden entsprechende organisatorische Strukturen geschaffen und kontinuierlich weiterentwickelt.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und dem Einsatz digitaler Lösungen – von eigenen Softwareanwendungen über die Pilotierung innovativer Konzepte wie Smart Home und Smart Building bis hin zum Ausbau der Gebäudeautomation im Bestand. Digitale Anwendungen wie eine Mieterapp schaffen zusätzliche Transparenz und Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzer.
Darüber hinaus werden zentrale Prozesse zunehmend digitalisiert. So ermöglicht beispielsweise das Projekt BEGIS eine effizientere Steuerung von rund 1.500 Wärmeerzeugungsanlagen, während digitale Anwendungen zur Erfassung von Zählerständen die Datenbasis kontinuierlich verbessern. Ergänzend setzt die GWH auf gezieltes Partner-Scouting, um gemeinsam mit externen Akteuren innovative Lösungen – etwa für die Energie- und Wärmewende – zu entwickeln.

Datenbasierte Steuerung für die Zukunft
Mit einem bereichsübergreifenden Transformationsprojekt entwickelt die GWH ihre datenbasierte Unternehmenssteuerung konsequent weiter. Projektziel ist es, Transparenz zu erhöhen, Prozesse zu automatisieren und fundierte Entscheidungen auf einer einheitlichen Datenbasis zu ermöglichen.
Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer integrierten Daten- und Systemlandschaft, in der Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und strukturiert werden. Dadurch entsteht ein unternehmensweiter „Single Point of Truth“, der eine konsistente und verlässliche Datennutzung sicherstellt.
Die Maßnahmen reichen von der Weiterentwicklung von Steuerungs- und Reportingprozessen über die Verbesserung der Datenqualität bis hin zur Digitalisierung zentraler Geschäftsprozesse, etwa im Bestell- und Rechnungswesen oder in der Betriebskostenabrechnung. Auch das Management von Neubauprojekten wird durch digitale Lösungen transparenter und vorausschauender gestaltet.

Europäische Vernetzung für zukunftsfähige Lösungen
Um aktuelle Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und internationale Perspektiven einzubeziehen, ist die GWH seit 2025 Teil eines europäischen Netzwerks der Wohnungswirtschaft. Der fachliche Austausch mit Unternehmen, Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern ermöglicht neue Impulse für zentrale Zukunftsthemen der Branche.
Im Fokus stehen praxisorientierte Lösungsansätze, etwa in den Bereichen Digitalisierung, Bauprozesse, altersgerechtes Wohnen oder soziale Fragestellungen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt genutzt, um eigene Konzepte weiterzuentwickeln und innovative Ansätze in die Praxis zu übertragen.
Chancen, Risiken und Verantwortung steuern
Ein wirksames Compliance- und Risikomanagement bildet die Grundlage für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. So soll ein wirtschaftliches und faires Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichergestellt werden.
Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen werden systematisch in die Geschäftsentwicklung integriert und seit Ende 2024 auch gezielt im Risikosystem berücksichtigt. In enger Abstimmung mit dem Risiko- und Business-Continuity-Management der Helaba als Eigentümerin erfolgt eine regelmäßige Bewertung und Steuerung.
Klare Zuständigkeiten, verbindliche Standards sowie kontinuierliche Schulungen tragen dazu bei, ein hohes Maß an Sensibilisierung und Handlungssicherheit im Unternehmen zu gewährleisten.
