Mit Fördermitteln zur grünen Mieter-Oase

Quartiersentwicklung

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Innerhalb von nur zwei Monaten hat sich der Innenhof des Wohnhauses Kleiststraße 7 in Wiesbadens Dichterviertel von einer etwas vernachlässigt wirkenden Wildfläche zu einem attraktiven und begrünten Treffpunkt für die Hausbewohner verwandelt.

Bei der feierlichen Einweihung nahmen bereits erste Ideen zur weiteren Nutzung des Hofs Gestalt an. Wo sich auf verwaister Fläche früher wildes Grün durch den Beton arbeitete, laden inzwischen gestaltete Grünflächen und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Unter der neuen Pergola stehen Fahrräder im Trockenen und zwei an die Fallrohre angeschlossene „Zapfstellen“ mit Pflanzenschalen erleichtern den Bewohnern die Gießpflege. Dafür haben die Profis der Immo Herbst für Garten- und Landschaftsbau Monate zuvor die Betonfläche im Hinterhof entsiegelt, den neuen Abstellbereich installiert, neue eingefasste Beete angelegt, Bäume gesetzt und den Hinterhof so zu einem grünen Kleinod in Wiesbadens Innenstadt gemacht.

Rund 65.000 Euro hat die Umgestaltung des vorher ungenutzten Hinterhofs gekostet, knapp ein Drittel davon hat die GWH durch Zuschüsse des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ erhalten. Sabine Gaedecke von Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden überreichte hierzu das Zertifikat. Als förderfähig galten Maßnahmen, die die klimatische Situation in der Innenstadt verbessern, die ökologische Vielfalt im Umfeld der Wohnungen erhöhen und zur Aufenthaltsqualität beitragen.

Der finale Entwurf berücksichtigte alle drei Aspekte und stieß auch bei den Bewohnern auf Zustimmung. „Alle im Haus haben sich gefreut über die Ankündigung, dass der Innenhof neugestaltet und begrünt wird“, so eine Mieterin. Zwar habe man im Vorfeld Pläne und Skizzen zum Vorhaben gesehen, „aber es jetzt umgesetzt zu erleben, ist nochmal etwas handeres.“

„Zwei Parteien im Haus haben sich bereit erklärt, das neue Grün im Hinterhof dauerhaft zu pflegen“, freut sich Dirk Heymann, der für die Kommunikation mit den Mietern verantwortlich war und auch den Förderantrag gestellt hat. So werde sichergestellt, dass die Hausgemeinschaft von dem neuen gemeinschaftlichen Freiraum möglichst langfristig profitiert.

Zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben neben Stephan Machny und Dirk Heymann auch Ursula Beyler-Jertz, Marko Hohm, die Hausmeister Matheo Irandoust und Ramazan Dogan sowie Abteilungsleiterin Anastasja Schatz.