Ressourcen schonen

In Kreisläufen denken

Immobilien verbrauchen Ressourcen, sowohl im Bauprozess als auch später im Umbau- oder Sanierungsfall. Schon heute zeichnen sich Knappheiten bei Baustoffen ab, die zu steigenden Rohstoffpreisen führen. Hinzu kommen immer höhere Entsorgungsgebühren. Deshalb gewinnen die Leitideen der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft auch für uns an Bedeutung.

Hier setzen wir bei der GWH an und reduzieren künftig durch den gezielten Einsatz von Recycling-Baustoffen ganz bewusst unseren ökologischen Fußabdruck. Wir stellen uns deshalb bei der Beschaffung und Abwicklung von Modernisierungen, Instandhaltungen und Neubau neu auf und entwickeln ökologisch tragbare Vergabeprozesse. Heißt: Wir fordern schon über die Ausschreibekriterien aktiv ressourcenschonende Produkte ein.

Mit modernen IT-Tools bewerten wir unsere Investitionen dahingehend, ob sie unsere Ansprüche in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) erfüllen. Dafür haben wir entlang der ESG-Kriterien wiederum eigene Kriterien abgeleitet, die sich an den Nachhaltigkeits-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen orientieren, beispielsweise “Energieeffizienz” und “Ladeinfrastruktur für E-Mobilität” oder “Nutzungsmix” und “Barrierefreiheit”.

Dämmung? Aber natürlich!

Wir achten schon seit einigen Jahren darauf, auf unseren Baustellen vermehrt nachhaltige Materialien einzusetzen. Am Ben-Gurion-Ring in Frankfurt etwa haben wir ökologische und ökonomische Aspekte vereint und dabei ausschließlich auf mineralische Dämmstoffe wie Mineralwolle gesetzt. Wir werden auch künftig den Einsatz recyclingfähiger Materialien erhöhen, zum Beispiel mit Dachziegeln, die Stickoxide binden, mit halogenfreien Kabeln, LED-Beleuchtung und energiesparenden Endgeräten. Hierfür arbeiten wir eng mit unseren Gewerken zusammen.

Erfahrungen sammeln und anwenden

Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover hat die lokale Immobilienwirtschaft das Ziel formuliert, in Kronsrode weitestgehend Baumaterialien zu verwenden, deren Einsatz die Umwelteinwirkungen der Gebäude im Laufe ihres Lebenszyklus minimieren (von der Herstellung über den Betrieb bis zur Entsorgung).

Zudem soll die Luftqualität optimiert werden, um die Gesundheit der zukünftigen Mieter positiv zu beeinflussen. Beispielsweise verzichten wir im Bereich der Fassade und Konstruktion auf die Verarbeitung von Aluminium. Für Baustoffe wie Tropenholz, PVC-Produkte sowie Fassadenschutzmittel setzen wir auf ressourcenschonende Alternativen.

Neben ansprechender Ästhetik bietet zum Beispiel die Klinkerfassade den Vorteil, dass sie sehr langlebig und pflegeleicht ist sowie gute Dämmeigenschaften aufweist.

Die GWH strebt an, neben dem KfW 55 Standard, auch das Effizienzhaus-Niveau EE nach BEG zu erreichen. Das bedeutet, dass erneuerbare Energien einen Anteil von mindestens 55% des für die Wärme- und Kälteversorgung der Gebäude erforderlichen Energiebedarfs erbringen. Konkret wird die Fernwärmeversorgung in Kronsrode durch weitere Luft-Wärme-Pumpen unterstützt. Komplettiert wird das Konzept durch rund 500 Kilowatt-Peak (kwp) Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Baufelder. Diese schaffen ein eigenes autarkes Mieterstrommodell.

Die gesammelten Erfahrungen in Hannover dienen als Vorbild für zukünftige Projekte.

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